Generative künstliche Intelligenz verändert aktuell viele Bereiche der Wirtschaft. Sie schreibt Texte für Marketing und Kommunikation. Sie erstellt Bilder, Videos und Grafiken. Sie beantwortet Fragen in Chatbots. Und sie unterstützt Unternehmen bei Analysen, Recherchen und automatisierten Prozessen.
Dadurch eröffnen sich große Chancen. Unternehmen können schneller arbeiten. Sie sparen Zeit und Kosten. Gleichzeitig entstehen neue kreative und digitale Möglichkeiten – besonders in Marketing, Vertrieb, HR und E-Learning.
(Quelle: BSI)
Doch es birgt auch Risiken
So leistungsfähig generative KI auch ist, sie arbeitet nicht fehlerfrei. KI-Systeme können falsche Inhalte erzeugen. Sie können Informationen erfinden oder verzerren. Außerdem verstehen sie den Kontext nicht so wie Menschen.
Wenn KI unkontrolliert eingesetzt wird, kann das problematisch werden. Mögliche Folgen sind rechtliche Risiken, etwa beim Datenschutz oder Urheberrecht. Hinzu kommen finanzielle Schäden durch Fehlentscheidungen. Auch Reputationsverluste sind möglich, wenn KI falsche oder irreführende Inhalte veröffentlicht.
(Quelle: BSI)
Warum das für Unternehmen besonders wichtig ist
Für Unternehmen Deutschland ist ein verantwortungsvoller Umgang mit generativer KI besonders wichtig. In Europa gelten strenge Regeln. Dazu zählen die DSGVO und der kommende EU AI Act. Diese Vorgaben betreffen Transparenz, Sicherheit und Haftung beim Einsatz von KI.
(Quelle: BSI)
Gleichzeitig erwarten Kund:innen, Partner und Mitarbeitende einen bewussten und nachvollziehbaren Einsatz von KI. Vertrauen wird zu einem zentralen Erfolgsfaktor. Unternehmen müssen erklären können, wie KI genutzt wird und wo ihre Grenzen liegen.
1. Halluzinationen – wenn KI überzeugend falsche Inhalte erzeugt
Ein zentrales Problem generativer KI sind sogenannte Halluzinationen. Damit sind Inhalte gemeint, die logisch klingen, aber faktisch falsch sind. (Quelle: IHK München)
KI-Modelle prüfen keine Fakten. Sie berechnen Wahrscheinlichkeiten. Deshalb können sie Quellen erfinden, Zahlen verdrehen oder Aussagen falsch darstellen. (Quelle: IHK München)
Das ist besonders kritisch in sensiblen Bereichen. Dazu zählen Recht, Medizin, Finanzen oder technische Beratung. Hier können falsche Aussagen echte Schäden verursachen. (Quelle: IHK München)
Deshalb gilt:
- KI-Ergebnisse immer prüfen
- KI nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage nutzen
- Menschliche Kontrolle einbauen
2. Datenschutz und ungefragte Datennutzung
Generative KI wird mit riesigen Datenmengen trainiert. Dabei können auch personenbezogene oder sensible Daten enthalten sein. (Quelle: TechTarget)
Für Unternehmen entsteht ein Risiko, wenn Mitarbeitende interne Informationen in öffentliche KI-Tools eingeben. Diese Daten können gespeichert oder weiterverarbeitet werden. (Quelle: TechTarget)
Besonders in Europa gilt die DSGVO. Sie stellt klare Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit. Verstöße können teuer werden. (Quelle: BSI)
Wichtig für Unternehmen:
- Keine sensiblen Daten in offene KI-Tools eingeben
- EU-Hosting und Datenschutz prüfen
- Interne KI-Richtlinien definieren
3. Bias und Diskriminierung durch Trainingsdaten

KI lernt aus bestehenden Daten. Diese Daten spiegeln gesellschaftliche Ungleichheiten wider. Deshalb kann KI Vorurteile übernehmen. Das nennt man Bias. Er kann sich in Texten, Bildern oder Entscheidungen zeigen. Zum Beispiel bei Recruiting-Systemen oder Bewertungstools.
Ein KI-System kann bestimmte Gruppen benachteiligen. Oft geschieht das unbewusst. Trotzdem trägt das Unternehmen die Verantwortung. (Quelle: PwC)
Daher sollten Unternehmen:
- Ergebnisse regelmäßig prüfen
- Modelle testen
- Diskriminierung aktiv reduzieren
4. Re-Identifikation und Datenschutzverletzungen
Auch anonymisierte Daten sind nicht immer sicher. Moderne KI kann Muster erkennen und Personen erneut identifizieren. (Quelle: MDPI)
Dieses Risiko ist besonders hoch in Bereichen wie:
- Gesundheit
- Finanzen
- Personalwesen
Eine Re-Identifikation kann zu schweren DSGVO-Verstößen führen. (Quelle: MDPI)
Deshalb sind wichtig:
- Technische Schutzmaßnahmen
- Organisatorische Prozesse
- Klare Zugriffsregeln
5. Urheberrecht und rechtliche Unsicherheit
Ein großes Risiko liegt im Urheberrecht. Viele KI-Modelle wurden mit urheberrechtlich geschützten Inhalten trainiert. (Quelle: Welt / Börsenverein)
Das kann dazu führen, dass KI-Outputs bestehenden Werken ähneln. Unternehmen haften unter Umständen für diese Inhalte. (Quelle: Börsenverein)
Für Marketing, Design und Content gilt daher:
- KI-Ergebnisse rechtlich prüfen
- Nutzungsrechte klären
- Interne Freigabeprozesse etablieren
6. Missbrauch, Deepfakes und Cyberrisiken

Generative KI kann missbraucht werden. Zum Beispiel für:
- Deepfakes
- Phishing-Mails
- Fake-Videos
- Social Engineering
Diese Inhalte wirken oft sehr glaubwürdig. Das erhöht das Risiko für Betrug und Sicherheitsvorfälle. (Quelle: IBM)
Unternehmen sollten deshalb:
- Mitarbeitende schulen
- Deepfake-Risiken erklären
- Sicherheitsprozesse anpassen
7. Regulatorische Unsicherheit und EU-AI-Act
Der rechtliche Rahmen für KI verändert sich schnell. In der EU kommt der AI-Act. Er regelt Transparenz, Sicherheit und Verantwortung. (Quelle: Haufe)
Unternehmen müssen sich auf neue Pflichten einstellen. Dazu zählen:
- Risikoanalysen
- Dokumentation
- Kontrollmechanismen
Wer früh reagiert, ist im Vorteil. (Quelle: Haufe)
8. Black-Box-Problem und fehlende Transparenz
Viele KI-Modelle sind schwer erklärbar. Man weiß oft nicht genau, warum ein Ergebnis entsteht. (Quelle: GrabAdvice)
Diese Intransparenz ist problematisch. Besonders in regulierten Branchen. Entscheidungen müssen nachvollziehbar sein. (Quelle: GrabAdvice)
Deshalb braucht es:
- Erklärbare KI
- Dokumentation
- Klare Verantwortlichkeiten
Die Tagesschau hat einen guten Video-Beitrag zu dem Thema erstellt, schau gerne mal rein:
FAQ – Grenzen und Risiken generativer KI
Was sind Halluzinationen bei KI?
Das sind überzeugend klingende, aber falsche Inhalte. (Quelle: IHK München)
Wie gefährlich sind Deepfakes?
Sie können Vertrauen zerstören und Betrug erleichtern. (Quelle: IBM)
Kann KI sensible Daten preisgeben?
Ja. Besonders bei falscher Nutzung oder schlechter Absicherung. (Quelle: MDPI)
Wie können Unternehmen Risiken senken?
Durch Governance, Schulungen, Audits und klare Regeln. (Quelle: PwC)
Ist generative KI ethisch vertretbar?
Ja, wenn sie verantwortungsvoll und kontrolliert eingesetzt wird. (Quelle: BSI)
Fazit – Risiken kennen, KI verantwortungsvoll einsetzen
Generative KI bietet große Chancen. Gleichzeitig bringt sie reale Risiken mit sich. Datenschutz, Recht, Sicherheit und Ethik sind zentrale Themen. (Quelle: BSI)
Für Unternehmen in Berlin, in Deutschland und im DACH-Raum ist es entscheidend, diese Risiken früh zu verstehen und aktiv zu managen. Nur so lässt sich KI nachhaltig und sicher nutzen. (Quelle: PwC)
ThatWorksMedia unterstützt Unternehmen dabei, generative KI verantwortungsvoll einzusetzen, Risiken zu minimieren und sichere KI-Strategien für Marketing, Content und Geschäftsprozesse zu entwickeln.









