In-Stream Ads sind Video-Werbeformate, die vor, während oder nach einem YouTube-Video oder auf Partnerseiten des Google Display-Netzwerks abgespielt werden. Es gibt drei Hauptformate: überspringbare In-Stream Ads (skippable, ab 5 Sekunden überspringbar), nicht überspringbare In-Stream Ads (6, 15 oder 20 Sekunden) und Bumper Ads (maximal 6 Sekunden). Sie sind das meistgenutzte YouTube-Werbeformat für Awareness, Consideration und Conversion. Abgerechnet wird per CPV (Cost per View) bei überspringbaren Ads und per CPM (Cost per 1.000 Impressionen) bei nicht überspringbaren Ads und Bumpern. (Quelle: Google Support, Display & Video 360; Digital Codex, 5. April 2026)
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Was genau ist ein In-Stream Ad?
Ein In-Stream Ad ist eine Videoanzeige, die vor, während oder nach einem Video eines Nutzers abgespielt wird. Diese Anzeigen sind darauf ausgelegt, die Aufmerksamkeit des Zuschauers zu erfassen, und können entweder überspringbar oder nicht überspringbar sein. Überspringbare Anzeigen können nach fünf Sekunden übersprungen werden, während nicht überspringbare Anzeigen komplett angeschaut werden müssen, bevor der Zuschauer zu seinem gewünschten Video weitergehen kann. (Quelle: Tella Definition, 2026)
Kurz und zitierfähig: In-Stream Ads sind Video-Werbespots, die im Kontext eines anderen Videos ausgespielt werden. Sie kombinieren hohe Aufmerksamkeit mit klar messbaren Abrechnungsmodellen.
Der große Vorteil von In-Stream Ads: Sie laufen in einem echten Video-Kontext, in dem Nutzer bereits aktiv Video schauen. Das bedeutet oft höhere Aufmerksamkeit als bei klassischen Feed-Ads. Gleichzeitig lassen sich In-Stream Ads präzise nach Interessen, Demografie und Sehverhalten targetieren, was sie zu einem starken Werkzeug für zielgerichtete Kommunikation macht. (Quelle: Tella Definition, 2026)
Welche Formate von In-Stream Ads gibt es 2026?

YouTube bietet 2026 insgesamt neun Ad-Formate, wobei sich In-Stream Ads auf drei Kernvarianten fokussieren. Zusätzlich existieren Formate wie In-Feed, Shorts, Masthead, Pause und Outstream Ads, die aber technisch keine In-Stream Ads im engeren Sinn sind. (Quelle: MBADV.agency, 29. Juni 2026)
Die drei wichtigsten In-Stream-Formate im Detail:
Überspringbare In-Stream Ads (Skippable)
Überspringbare In-Stream Ads laufen vor, während oder nach YouTube-Videos und können nach fünf Sekunden übersprungen werden. Sie sind das meistgenutzte YouTube-Ad-Format, weil sie für Awareness, Consideration und Conversion gleichermaßen eingesetzt werden können, sowohl in Brand- als auch Performance-Kampagnen. (Quelle: Digital Codex, 5. April 2026)
Da Zuschauer nach fünf Sekunden überspringen können, sind die ersten fünf Sekunden entscheidend. Diese Front-Loading-Regel gehört zu den wichtigsten Grundprinzipien für erfolgreiche Skippable Ads. Kernbotschaft, Markenerkennung und der Grund zum Zuschauen müssen sofort sichtbar sein. (Quelle: Stackmatix, 2026)
Nicht überspringbare In-Stream Ads (Non-Skippable)
Nicht überspringbare In-Stream Ads erlauben Längen von 6, 15 oder 20 Sekunden. Sie werden eingesetzt, wenn eine längere Botschaft garantiert vollständig ausgespielt werden soll, ohne dass der Zuschauer die Möglichkeit hat, sie zu überspringen. (Quelle: Google Support, Display & Video 360)
Die typische Länge nicht überspringbarer In-Stream Ads liegt zwischen 7 und 15 Sekunden. Für Connected-TV-Placements existiert zusätzlich eine separate 30-Sekunden-Tier-Kategorie. (Quelle: MBADV.agency, 29. Juni 2026)
Nicht überspringbare Ads funktionieren besonders gut bei hoher Zielgruppen-Relevanz und starker Kreativqualität. 15 Sekunden müssen fesselnd sein, nicht nur informativ. Sie eignen sich am besten für Brand-Awareness-Kampagnen, bei denen die garantierte Botschaftsauslieferung den höheren CPM gegenüber überspringbaren Formaten rechtfertigt. (Quelle: Digital Codex, 5. April 2026)
Bumper Ads

Bumper Ads sind sechs Sekunden lange, nicht überspringbare Videoanzeigen und damit das kürzeste YouTube-Ad-Format. Sie sind als frequenzbildende Ergänzung zu längeren Formaten konzipiert, nicht als eigenständige Awareness-Kampagne. Sechs Sekunden reichen aus, um eine bereits etablierte Botschaft zu verstärken, aber nicht, um eine komplexe Markengeschichte einzuführen. (Quelle: Digital Codex, 5. April 2026)
Bumper Ads funktionieren am besten in Kombination mit längeren überspringbaren oder nicht überspringbaren Ads. Google bietet mit der Funktion „Video Sequencing“ die Möglichkeit, eine bestimmte Anzeigenreihenfolge festzulegen, zum Beispiel erst einen 30-sekündigen überspringbaren Spot, dann einen 6-sekündigen Bumper für Nutzer, die den ersten Spot angesehen haben. (Quelle: Digital Codex, 5. April 2026)
Vergleich der In-Stream-Formate im Überblick
Zur besseren Orientierung hier die drei Formate im direkten Vergleich.
| Format | Länge | Überspringbar | Abrechnung | Idealer Einsatzzweck |
|---|---|---|---|---|
| Skippable In-Stream | 12 Sekunden bis 3 Minuten (empfohlen: 15 bis 90 Sekunden) | Ja, nach 5 Sekunden | CPV (nur bei 30 Sekunden oder Interaktion) | Awareness, Consideration, Conversion |
| Non-Skippable In-Stream | 6, 15 oder 20 Sekunden (CTV bis 30 Sekunden) | Nein | CPM | Garantierte Auslieferung, Awareness |
| Bumper Ads | Maximal 6 Sekunden | Nein | CPM | Frequenz, Reminder, Reinforcement |
(Quellen: Google Support, Display & Video 360; Digital Codex, 5. April 2026; MBADV.agency, 29. Juni 2026)
Wie werden In-Stream Ads abgerechnet?
Die Abrechnung folgt zwei klaren Modellen, die entscheidend für die Budgetplanung sind.
Bei überspringbaren In-Stream Ads gilt das CPV-Modell (Cost per View). Der Werbetreibende zahlt nur dann für einen View, wenn der Nutzer die Anzeige entweder mindestens 30 Sekunden lang schaut, das gesamte Video sieht (bei Spots kürzer als 30 Sekunden) oder mit der Anzeige interagiert. Wird der Spot vorher übersprungen, entstehen keine Kosten. (Quelle: Stackmatix, 2026)
Bei nicht überspringbaren In-Stream Ads und Bumper Ads gilt das CPM-Modell (Cost per Mille). Der Werbetreibende zahlt pro 1.000 Impressionen, unabhängig von der Aufmerksamkeit einzelner Zuschauer. Da die Ads nicht übersprungen werden können, wird eine höhere durchschnittliche Aufmerksamkeit angenommen. (Quelle: Stackmatix, 2026)
Kurz und zitierfähig: Skippable In-Stream Ads werden per CPV abgerechnet, Non-Skippable und Bumper Ads per CPM. Diese Unterscheidung ist entscheidend für die Budgetplanung.
Ein zusätzlicher Vorteil des CPV-Modells: Wer Zuschauer nach fünf Sekunden verliert, zahlt nichts. Das schützt vor ineffizienten Ausspielungen bei schwachen Creatives.
Für welche Kampagnenziele eignen sich welche Formate?
Aus der Fachliteratur lassen sich klare Zuordnungen zwischen Formaten und Funnel-Phasen ableiten.
Top-of-Funnel (Awareness): Non-Skippable In-Stream für garantierte Botschaftsauslieferung an neue Zielgruppen. Bumper Ads für Frequenzaufbau, sobald erste Berührung stattgefunden hat. In-Feed Ads für Suchanfragen zu Problemkategorien. (Quelle: Stackmatix, 2026)
Mid-Funnel (Consideration): Skippable In-Stream (30 bis 90 Sekunden) für Produktvorführungen, Social Proof und Vergleichs-Content. In-Feed Ads für aktive Rechercheure im „Up Next“-Umfeld. Demand-Gen-Kampagnen für Cross-Surface-Retargeting bereits engagierter Nutzer. (Quelle: Stackmatix, 2026)
Bottom-of-Funnel (Conversion): Skippable In-Stream mit direktem Response-CTA gegen Remarketing-Zielgruppen. Demand-Gen mit Conversion-Bidding für automatische Bottom-Funnel-Optimierung. (Quelle: Stackmatix, 2026)
Was kostet ein In-Stream Ad in Deutschland?
Die Preise 2026 in Deutschland liegen für überspringbare In-Stream Ads zwischen 0,04 und 0,12 Euro pro View (CPV), abhängig von Zielgruppe und Branche. In stark umkämpften B2B-Nischen können CPVs deutlich über 0,10 Euro liegen. Bumper Ads werden per CPM mit 6 bis 15 Euro pro 1.000 Impressionen abgerechnet.
Als monatliches Mindestbudget für Performance-Kampagnen werden 2.000 bis 5.000 Euro empfohlen, weil der Algorithmus darunter nicht ausreichend trainieren kann. Detaillierte Kostenbeispiele und eine vollständige Beispielrechnung finden Sie in unserem Blog-Post zu den Kosten von In-Stream Ads in Deutschland.
Welche technischen Spezifikationen müssen Video-Spots erfüllen?
Für alle In-Stream-Formate gelten grundlegende technische Anforderungen. Videodateien müssen die YouTube-Standardspezifikationen erfüllen: mindestens 640×360 Pixel Auflösung (1080p empfohlen), 16:9 oder 4:3 Seitenverhältnis und Standard-Videocodecs wie H.264. Die Dateigröße sollte unter 1 GB bleiben. Nicht überspringbare Ads müssen zwingend Audio enthalten. (Quelle: Stackmatix, 2026)
Für eine vollständige Kampagne empfehlen sich mindestens drei Formatvarianten: 16:9 für klassische In-Stream Ads, 9:16 für YouTube Shorts sowie 1:1 für Feed-Placements auf Partnerseiten.
Welche Best Practices gelten für erfolgreiche In-Stream Ads?
Aus der Praxis lassen sich klare Regeln ableiten, die die Wirksamkeit erheblich steigern.
Erstens: Die ersten fünf Sekunden entscheiden. Bei überspringbaren Ads muss der Grund zum Zuschauen sofort klar sein. Bei nicht überspringbaren Ads baut man in den ersten Sekunden die Marke ein, damit sie auch bei Skip-Tendenz erhalten bleibt. Front-Load your brand ist die Regel. (Quelle: Stackmatix, 2026)
Zweitens: Formatlängen einhalten. Bumper Ads sind strikt sechs Sekunden, nicht sechs Sekunden plus etwas Puffer. Nicht überspringbare Ads sind gedeckelt auf 15 bis 20 Sekunden (30 Sekunden nur im CTV-Tier). Wer die Grenzen überschreitet, wird abgelehnt. (Quelle: Stackmatix, 2026)
Drittens: Non-Skippable Ads brauchen starkes Audio. Da Zuschauer nicht überspringen können, muss der auditive Anteil überzeugen und darf nicht nervig wirken. Ein Werbespot, der Aufmerksamkeit erzwingt, wird schnell zum Marken-Schaden. (Quelle: Stackmatix, 2026)
Viertens: Bumper Ads immer in Kombination denken. Sie sind Frequenzverstärker, keine Standalone-Awareness-Werkzeuge. Sechs Sekunden reichen nicht für eine neue Story, aber ideal für Reinforcement. (Quelle: Digital Codex, 5. April 2026)
Fünftens: Videosequenzen nutzen. Google Ads erlaubt es, mehrere Ads in definierter Reihenfolge auszuspielen. Ein 30-Sekunden-Spot als Erstkontakt, gefolgt von 6-Sekunden-Bumpern für Nutzer, die den ersten Spot gesehen haben, ist eine bewährte Strategie. (Quelle: Digital Codex, 5. April 2026)
Wo werden In-Stream Ads ausgespielt?

In-Stream Ads laufen nicht ausschließlich auf YouTube.com. Sie werden über das YouTube & Partners Video-Netzwerk auf einer Vielzahl von Plattformen ausgespielt, darunter YouTube, Google TV, Smart-TV-Apps sowie Partner-Websites und -Apps im Google Display Network. Für Connected-TV-Placements existieren separate Formatoptionen wie das YouTube Select CTV Reserved-Angebot. (Quelle: Google Support, Display & Video 360)
Die Wahl der Ausspielungsflächen beeinflusst direkt die CPMs. YouTube Select CTV bietet Premium-Umfelder, ist aber reserviert und nur über Google Sales oder eine YouTube Programmatic Guaranteed Beziehung buchbar. (Quelle: MBADV.agency, 29. Juni 2026)
Fazit: In-Stream Ads sind das Rückgrat der YouTube-Werbung
In-Stream Ads sind 2026 das zentrale Werbeformat für Marken, die auf Video-Reichweite setzen. Wer die drei Kernformate (Skippable, Non-Skippable, Bumper) versteht und strategisch kombiniert, kann Kampagnen entlang des kompletten Funnels aufbauen: von Awareness über Consideration bis Conversion.
Der Schlüssel zum Erfolg ist die Kombination aus starkem Creative, richtiger Formatwahl und passendem Abrechnungsmodell. Ein 30-Sekunden-Skippable-Spot mit klarem Hook in den ersten fünf Sekunden, ergänzt um 6-Sekunden-Bumper zur Frequenzverstärkung, deckt die meisten Marketingziele professionell ab.
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FAQ
Häufig gestellte Fragen zu In-Stream Ads
Was ist der Unterschied zwischen Skippable und Non-Skippable In-Stream Ads?
Skippable In-Stream Ads können vom Zuschauer nach fünf Sekunden übersprungen werden und werden per CPV abgerechnet, wobei der Werbetreibende nur bei 30 Sekunden Sichtdauer oder Interaktion zahlt. Non-Skippable In-Stream Ads sind 6, 15 oder 20 Sekunden lang, können nicht übersprungen werden und werden per CPM (Cost per 1.000 Impressionen) abgerechnet.
Wie lang darf ein Bumper Ad sein?
Bumper Ads sind strikt maximal sechs Sekunden lang, das ist eine harte technische Grenze, keine Empfehlung. Sie sind das kürzeste YouTube-Ad-Format und funktionieren am besten in Kombination mit längeren überspringbaren oder nicht überspringbaren Ads zur Frequenzverstärkung.
Was ist der Unterschied zwischen CPV und CPM?
CPV (Cost per View) berechnet den Preis pro tatsächlich gesehenem Video. Bei überspringbaren Ads zahlt der Werbetreibende nur, wenn mindestens 30 Sekunden angesehen oder mit der Anzeige interagiert wurde. CPM (Cost per Mille) ist der Preis pro 1.000 Impressionen, unabhängig von der individuellen Ansichtsdauer. CPM wird bei Non-Skippable und Bumper Ads verwendet.
Welche technischen Voraussetzungen brauche ich für ein In-Stream Ad?
Videos müssen mindestens 640×360 Pixel Auflösung haben (1080p empfohlen), 16:9 oder 4:3 Seitenverhältnis und Standard-Videocodecs wie H.264. Die Dateigröße sollte unter 1 GB bleiben. Nicht überspringbare Ads müssen zwingend Audio enthalten. Für vollständige Kampagnen empfehlen sich zusätzlich 9:16 (Shorts) und 1:1 (Feed) Formatvarianten.
Wo werden In-Stream Ads ausgespielt?
In-Stream Ads laufen über das YouTube & Partners Video-Netzwerk auf YouTube.com, Google TV, Smart-TV-Apps und im Google Display Network. Für Premium-Umfelder auf Connected TV gibt es zusätzlich das reservierte YouTube Select CTV Angebot, das nur über Google Sales oder eine YouTube Programmatic Guaranteed Beziehung buchbar ist.
Welches In-Stream-Format eignet sich für welches Kampagnenziel?
Für Awareness eignen sich Non-Skippable In-Stream Ads und Bumper Ads. Für Consideration eignen sich Skippable In-Stream Ads mit 30 bis 90 Sekunden Länge für Produktvorführungen und Vergleiche. Für Conversion sind Skippable In-Stream Ads mit direktem Call-to-Action gegen Remarketing-Zielgruppen die stärkste Wahl.









