Künstliche Intelligenz verändert gerade die Werbewelt, radikal. Was früher wochenlange Dreharbeiten, große Crews und hohe Budgets erforderte, kann heute in wenigen Tagen mit Hilfe von AI-Tools wie Google Veo 3, Runway, Kling oder ElevenLabs realisiert werden.
Diese Technologie erlaubt nicht nur Effizienz, sie eröffnet auch völlig neue kreative Möglichkeiten. Die Grenzen zwischen „echter“ und generierter Werbung verschwimmen zunehmend. Große Marken, Start-ups und Kreativstudios auf der ganzen Welt testen bereits, wie weit man mit AI gehen kann. Und auch wir bei ThatWorksMedia in Berlin produzieren AI-gestützte Spots, schnell, wirkungsvoll und visuell auf höchstem Niveau.
🧠 Die Entwicklung von AI in der Werbebranche
- Phase 1: Datengetriebenes Targeting. AI half zunächst bei der Optimierung von Zielgruppen, Headlines und Anzeigenplatzierungen.
- Phase 2: Generativer Content. Mit Tools wie ChatGPT, DALL-E oder Midjourney konnten Texte, Bilder und kurze Animationen erstellt werden.
- Phase 3: Komplette Werbespots aus der Maschine. Dank Video-KI wie Google Veo 3, Runway Gen-4.5 oder Kling 3.0 sind heute ganze Clips inklusive Storyboard, Bildsprache und Voiceover AI-generierbar.
- Phase 4: Strategische Reife. 2026 ist AI-Werbung erwachsen geworden. Marken lösen mit AI konkrete Business-Probleme, statt reine Effekt-Demos zu produzieren.

🎬 Die 8 spannendsten AI-Werbespots 2026
1. Deutsche Telekom, der KI-Einstein-Spot mit ElevenLabs
- Was: Ein vollständig KI-generierter Werbespot mit einer digital wiederbelebten Version von Albert Einstein.
- Warum relevant: Die Deutsche Telekom zeigt in Kooperation mit Jung von Matt ihre erste vollständig KI-generierte Werbeproduktion. Der Film beginnt im Berlin-Wilmersdorf des Jahres 1924 und springt in die Gegenwart am Potsdamer Platz. Dort trifft der Telekom-Vorstand Jonathan Abrahamson auf ElevenLabs-Gründer Mati Staniszewski. Der Spot markiert den Einstieg eines DAX-Konzerns in vollständige KI-Werbeproduktion.
2. Popeyes, „Wrap Battle“ Diss-Track gegen McDonald’s
- Was: Ein satirischer, komplett KI-generierter Rap-Video-Spot als Reaktion auf McDonald’s Snack-Wrap-Comeback.
- Warum relevant: Nur drei Tage Produktionszeit, ausgespielt viral auf TikTok, Instagram und X. AI-Filmmaker PJ Accetturo produzierte den Spot komplett mit Google Veo 3, Musik entstand mit Suno. Das ist reaktive Marken-Kommunikation im KI-Zeitalter, mit klassischer Produktion nicht machbar.
3. Mango, Sunset Dream Fashion-Kampagne (Mango Teen)
- Was: Die erste vollständig KI-generierte Modekampagne eines großen europäischen Fashion-Konzerns.
- Warum relevant: Mango entwickelte für die limitierte Kollektion Sunset Dream eine komplette Bildkampagne mit generativer KI. Reale Fotos jedes Kleidungsstücks dienten als Trainingsdaten für ein KI-Modell, das dann synthetische Models in editorialer Qualität erzeugte. Die Kampagne wurde in 95 Märkten ausgespielt und ist Teil des Strategieplans 2024 bis 2026.

4. Under Armour, „Forever Is Made Now“ mit Anthony Joshua
- Was: Ein monochromer, schnell geschnittener Werbespot für Boxer Anthony Joshua, komplett ohne Athletenzugang produziert.
- Warum relevant: Under Armour beauftragte die Produktionsfirma Tool und Regisseur Wes Walker mit einer klassisch unmöglichen Aufgabe: einen Film zu bauen aus einem 3D-Modell und bestehenden Assets, ohne Zugang zum Athleten. Das Ergebnis kombiniert KI-Video, KI-Foto, 3D-CGI, VFX, 35mm-Film und KI-Voiceover in drei Wochen Produktionszeit. Der Spot ist auch wegen ethischer Debatten um Kreditierung ein wichtiges Fallbeispiel.
5. Atera, End-to-End generierter B2B-Spot
- Was: Ein vollständig KI-generierter Werbespot für die IT-Management-Software Atera.
- Warum relevant: Jeder einzelne Frame der Kampagne wurde mit KI erzeugt. Runway lieferte das Video, ElevenLabs die Stimmen. Das Konzept: eine fiktionale Welt, in der IT-Fachleute ohne Stress und Chaos leben können. Als B2B-Beispiel zeigt der Spot, dass KI-Werbung nicht nur für Consumer-Marken funktioniert.
6. Liquid Death, fortlaufende KI-Video-Experimente
- Was: Der Getränkehersteller nutzt Google Veo 3 systematisch für virale Kurzclips.
- Warum relevant: Liquid Death produziert regelmäßig kurze KI-generierte Video-Assets für Social Media. Der Fokus liegt auf Absurdität und Überraschung, was den Marken-Ton perfekt trifft. Das ist kontinuierliche KI-Nutzung als Content-Strategie, nicht als Einzelaktion.
7. Nike, Midjourney-basierte Bildkampagnen
- Was: Nike nutzt Midjourney für Ideenfindung, Storyboards und finale Bildassets in ausgewählten Kampagnen.
- Warum relevant: Statt klassische Fotoshootings zu buchen, entstehen Bildwelten und Kampagnen-Visuals direkt aus dem generativen Modell. Das reduziert Vorproduktionszeiten dramatisch. Nike zeigt, wie ein Major-Brand KI nicht als Ersatz, sondern als Beschleuniger klassischer Werbeproduktion nutzt.
8. Heinz, DALL-E-Kampagne zur Marken-Ikonografie
- Was: Heinz nutzte DALL-E 2 (später auch Nachfolgemodelle), um die visuelle Selbstverständlichkeit der Marke zu demonstrieren.
- Wie es entstand: Die Marketing-Idee war simpel und stark. Wenn Menschen KI-Bildgeneratoren nach „Ketchup“ fragen, sieht das Ergebnis fast immer aus wie eine Heinz-Flasche, selbst ohne Markennennung. Heinz baute daraus eine Kampagne, die die eigene ikonische Bildsprache als kulturelles Grundwissen inszenierte.
- Warum relevant: Heinz nutzt KI-Bildgeneratoren als Beweis für Markenstärke, nicht nur als Produktionsmittel. Diese meta-strategische Nutzung zeigt eine ganz eigene kreative Anwendung generativer KI im Marketing.
Was bedeutet der EU AI Act für KI-Werbespots?
Ein wichtiger Kontext für alle Marken, die 2026 KI-Werbung planen: Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzregeln des EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689) verbindlich. KI-generierte Werbevideos, die reale Personen, Orte oder Ereignisse fotorealistisch darstellen (Deepfakes), müssen sichtbar als KI-Inhalt gekennzeichnet werden. (Quelle: Europäische Kommission, Digital Strategy, Stand 11. Mai 2026)
Der Telekom-Einstein-Spot zeigt exemplarisch, wie ein Konzern proaktiv damit umgeht: Der KI-Charakter wird nicht versteckt, sondern zum inhaltlichen Aufhänger gemacht. Wer heute plant, sollte Kennzeichnungspflichten von Anfang an in Konzept und Design einbauen. Details dazu finden Sie in unseren Blog-Posts zur Kennzeichnungspflicht für KI-Werbevideos und zur EU-AI-Act-Checkliste für Marketing-Teams.
Vergleich der KI-Werbekampagnen 2026 im Überblick
Zur besseren Einordnung hier die acht Beispiele kompakt.
#
Kampagne, Tool und Besonderheit
1
Deutsche Telekom, Einstein
Tools: ElevenLabs, KI-Video
Besonderheit: Erste Vollproduktion eines DAX-Konzerns.
2
Popeyes, Wrap Battle
Tools: Google Veo 3, Suno
Besonderheit: 3-Tage-Reaktionskampagne.
3
Mango, Sunset Dream
Tools: Trainierte GenAI-Bildmodelle
Besonderheit: Erste Vollproduktion einer Fashion-Marke.
4
Under Armour, Anthony Joshua
Tools: KI-Video, 3D-CGI, KI-Voice
Besonderheit: Hybrid-Produktion ohne Athletenzugang.
5
Atera, IT-Utopie
Tools: Runway, Sora, ElevenLabs
Besonderheit: Vollständige B2B-Produktion.
6
Liquid Death
Tools: Google Veo 3
Besonderheit: Kontinuierliche Social-Content-Strategie.
7
Nike, Bildkampagnen
Tools: Midjourney
Besonderheit: Beschleunigung klassischer Kampagnen.
8
Heinz, Marken-Ikonografie
Tools: DALL-E 2
Besonderheit: Meta-Nutzung von KI als Markenbeweis.
📊 Vorteile von KI-Werbung
Kosten radikal gesenkt
50 bis 70 Prozent geringere Produktionskosten als bei klassischen Drehs.
Kreativität skaliert
Mehr Varianten, mehr Tests, mehr Anpassung, in Echtzeit.
Zeit ist kein Limit mehr
Von der Idee bis zum finalen Clip in Tagen statt Wochen.
Emotionalität bleibt entscheidend
Trotz Technik: Die Story muss berühren.
Compliance ist neuer Standard
EU AI Act seit 2. August 2026: KI-Werbespots mit realen Personen müssen sichtbar gekennzeichnet werden.
🚀 Der 2026-Tool-Stack für KI-Werbung
Google Veo 3
Cineastische Qualität mit nativem Audio. Bekannter Case: Popeyes Wrap Battle.
Runway Gen-4.5
Creative Control und Editing-Workflows. Bekannter Case: Atera-Spot.
Kling 3.0
4K-Output für kostensensitive Volumen-Produktion.
ElevenLabs
Voice Cloning und synthetische Stimmen. Bekannter Case: Telekom Einstein-Spot.
Midjourney
Storyboards und Bildkampagnen. Bekannter Case: Nike-Visuals.
Suno
KI-generierte Musik, Jingles und Custom-Tracks.
Wichtig zu wissen: OpenAI hat Sora am 24. März 2026 komplett eingestellt. Wer 2026 KI-Werbung plant, sollte den Tool-Stack gegen aktuelle Verfügbarkeit prüfen.
🚀 Weitere Einsatzbereiche von KI-Filmen
AI-Kampagnen mit Live-A/B-Tests
Testen Sie Voice, Look und Message parallel und optimieren Sie in Echtzeit.
Synthetische Markenbotschafter
Digitale Avatare mit wechselbaren Gesichtern und Sprachen für globale Kampagnen.
Hyperlokalisierte Werbespots
Ein Spot, erstellt in Berlin, angepasst auf Tokio, Madrid oder Kapstadt.
Reaktive 3-Tage-Kampagnen
Kampagnen wie bei Popeyes, die im selben News-Zyklus auf Wettbewerber reagieren.

FAQ
Häufig gestellte Fragen zu KI-generierten Werbespots
Was ist der bekannteste KI-generierte Werbespot 2026?
Zu den bekanntesten KI-generierten Werbespots 2026 zählen der Deutsche-Telekom-Einstein-Spot mit ElevenLabs (produziert von Jung von Matt, veröffentlicht im Juni 2026), der Popeyes Wrap Battle Diss-Track (Google Veo 3, drei Tage Produktionszeit) und die Mango Sunset Dream Fashion-Kampagne. Alle drei nutzten KI, um ein konkretes Produktionsproblem zu lösen.
Welche KI-Tools werden 2026 für Werbespots verwendet?
Der professionelle Markt wird 2026 dominiert von Google Veo 3 (cineastische Qualität), Runway (Editing-Workflows), Kling 3.0 (Volumen-Produktion in 4K), ElevenLabs (Voice Cloning), Midjourney (Bildwelten) und Suno (Musik). OpenAI Sora wurde am 24. März 2026 eingestellt und ist nicht mehr verfügbar.
Wie lange dauert die Produktion eines KI-Werbespots?
Die Produktionszeit hängt vom Anspruch ab. Reaktive Social-Kampagnen wie der Popeyes Wrap Battle wurden in drei Tagen produziert. Der Under-Armour-Spot brauchte drei Wochen inklusive hybrider Produktion. Klassische Vollproduktionen für Kampagnen-Spots dauern typischerweise zwei bis sechs Wochen, verglichen mit zwei bis vier Monaten bei rein klassischer Produktion.
Sind KI-Werbespots günstiger als klassisch produzierte Spots?
Ja, deutlich. KI-Werbespots sparen im Vergleich zu klassischen Produktionen im Durchschnitt 50 bis 70 Prozent der Kosten, weil KI manuelle Aufgaben wie Schnitt, Bearbeitung und Effekte automatisiert. Der Popeyes Wrap Battle wurde für einen Bruchteil eines klassischen Produktionsbudgets realisiert. Die Ersparnis hängt jedoch vom Anspruch und Toolstack ab.
Muss ich einen KI-Werbespot als solchen kennzeichnen?
Ja, seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzregeln des EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689) verbindlich. KI-generierte Werbevideos, die reale Personen, Orte oder Ereignisse fotorealistisch darstellen (Deepfakes), müssen sichtbar als KI-Inhalt gekennzeichnet werden. Offensichtlich stilisierte Animationen im Comic- oder Cartoon-Stil sind ausgenommen.
Warum wurde Sora eingestellt?
OpenAI stellte Sora am 24. März 2026 ein. Die Downloads waren gegenüber dem November-2025-Peak um 75 Prozent eingebrochen, und der geplante Milliarden-Deal mit Disney platzte. Der Lifetime-Umsatz der App lag bei rund 2,1 Millionen Dollar. OpenAI verlagerte den Fokus zurück auf Produktivität im B2B-Geschäft. Google Veo 3 und Kling 3.0 übernahmen die Marktführerschaft im KI-Video-Bereich.
🤝 Du willst das auch?
Bei ThatWorksMedia kombinieren wir AI-Technologie mit Storytelling, um smarte, eindrucksvolle Werbespots zu kreieren. Ob für Marken-Launches, Produktvideos oder virale Kampagnen, wir liefern AI-Content, der wirkt. Und dabei denken wir die neuen EU-AI-Act-Compliance-Anforderungen von Anfang an mit.
📍 Produziert in Berlin. Gedacht für die ganze Welt.
🎬 Jetzt Projekt anfragen, wir zeigen dir, was möglich ist.









