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E-Learning kostenlos erstellen: Die besten Tools und Plattformen 2026

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E-Learning kostenlos erstellen: Die besten Tools und Plattformen 2026

Stand: 12. Oktober 2026

Ein E-Learning lässt sich 2026 komplett kostenlos erstellen: mit einem freien Autorentool wie H5P oder iSpring Free für die Inhalte und einer Open-Source-Lernplattform wie Moodle oder ILIAS für Bereitstellung und Lernfortschritt. Kostenlos heißt dabei fast immer: Sie bezahlen mit eigener Arbeitszeit und eigenem Hosting, oder Sie nehmen Grenzen in Kauf, etwa ein Wasserzeichen, keinen SCORM-Export oder eine Obergrenze bei den Lernenden.

Dieser Beitrag richtet sich an alle, die einen eigenen Kurs bauen wollen. Wenn Sie stattdessen kostenlose Kurse zum Lernen suchen, finden Sie in unserer Übersicht kostenloser Lernplattformen und Vorlagen Anbieter wie Coursera, edX und Khan Academy.

Was brauchen Sie, um ein E-Learning selbst zu erstellen?

  • Ein Autorentool: Damit bauen Sie Lektionen, Quizfragen und interaktive Elemente. Das Ergebnis ist entweder ein SCORM-Paket, das Sie in jede Lernplattform hochladen, oder Inhalt, der direkt in einer Plattform läuft.
  • Medien: Texte, Bilder, Grafiken und oft ein paar kurze Videos. Hier entsteht der größte Teil der Arbeit.
  • Eine Lernplattform (LMS): Sie verwaltet Teilnehmende, zeigt die Kurse an, speichert Ergebnisse und stellt Zertifikate aus. Für eine einzelne Schulung reicht manchmal auch ein Link auf eine Webseite, dann fehlt aber die Auswertung.

Welche E-Learning-Software ist kostenlos?

Die folgende Tabelle zeigt Autorentools und Videotools mit einem dauerhaft kostenlosen Angebot oder einer Testphase. Alle Angaben stammen von den offiziellen Seiten der Hersteller, geprüft am 12. Oktober 2026.

ToolWas ist kostenlos?Wichtigste GrenzeSCORM im Gratis-Angebot
H5PKomplett, Open Source unter MIT-Lizenz, als Plugin für Moodle, WordPress und DrupalBraucht eine eigene Plattform; der gehostete Dienst H5P.com ist kostenpflichtigNicht nötig: Inhalte laufen direkt im Plugin
iSpring FreeKostenloses Add-in für PowerPoint3 Fragetypen statt 14 in iSpring Suite, keine Videoaufnahme, keine SprachausgabeJa
eXeLearningKomplett, Open Source, als Desktop-Programm oder online im BrowserSchlichtere Gestaltung als kommerzielle Tools; Einarbeitung nötigJa, außerdem HTML und EPUB
GeniallyFree-Plan mit über 1.000 kostenlosen Vorlagen und 500 KI-Credits pro JahrDownload-Optionen (PDF, Video) erst ab dem Plan „Pro“ für 6 € im Monat; SCORM, xAPI und LMS-Export erst ab dem Plan „Author“ für 40 € pro Person und Monat (jeweils bei Jahreszahlung)Nein
Articulate 360 (Storyline und Rise)14 Tage TestphaseDanach ab 1.449 US-Dollar pro Platz und Jahr (Personal-Lizenz)Nur in der Testphase
Synthesia (KI-Avatar-Videos)Basic-Plan mit 10 Videominuten pro MonatSynthesia-Wasserzeichen im Video, kein DownloadNein, SCORM-Export nur im Enterprise-Plan
HeyGen (KI-Avatar-Videos)Free-Plan mit 3 Videos pro Monat, je maximal 1 MinuteWasserzeichen, entfällt erst ab dem Creator-Plan (29 US-Dollar pro Monat)Nein, SCORM-Export ab dem Business-Plan (149 US-Dollar pro Monat plus 20 US-Dollar pro Platz)

Für die Gestaltung von Folien, Grafiken und Arbeitsblättern bleibt Canva ein guter Einstieg: Die Grundversion ist kostenlos, und für Lehrkräfte an Schulen ist Canva Education komplett gratis. Einen SCORM-Export bietet Canva nicht an: Sie exportieren etwa als PDF, PPTX oder MP4 und brauchen für SCORM ein zusätzliches Autorentool.

Vor dem Autorentool steht das Skript. Unser kostenloser Skript-Generator mit KI erstellt aus einem Thema ein Kurskonzept mit Modulen, Lernzielen und Quizfragen. Konzept und erstes Modul sind sofort nutzbar; für weitere Module und den Download als PDF, PowerPoint oder SCORM-1.2-Paket bestätigen Sie einmal Ihre E-Mail-Adresse. Das spart die leere Seite am Anfang; den Feinschliff und die fachliche Prüfung übernehmen Sie.

ki im e-learning

Wie erstellen Sie eine kostenlose E-Learning-Plattform?

Eine Lernplattform bekommen Sie ohne Lizenzkosten, wenn Sie Open-Source-Software selbst betreiben. Gehostete Angebote sind bequemer, aber selten dauerhaft gratis.

  • Moodle: Open Source unter der GNU GPL Version 3, ohne Lizenzgebühren. Laut Moodle brauchen Sie dafür eigenes Hosting und eigenen Support oder einen zertifizierten Dienstleister.
  • MoodleCloud: die gehostete Variante vom Hersteller. Einen dauerhaften Gratis-Plan gibt es nicht mehr, nur eine 28-tägige Testphase ohne Kreditkarte. Danach beginnt der Starter-Plan bei 160 US-Dollar im Jahr für 50 Nutzer und 1 GB Speicher.
  • ILIAS: Open Source unter der GPL, entwickelt vom ILIAS open source e-Learning e.V. in Köln. Das Projekt schreibt selbst, dass jeder ILIAS kostenfrei nutzen kann. ILIAS stammt von der Universität zu Köln und ist vor allem an Hochschulen verbreitet, wird aber auch in Schulen, Unternehmen und im öffentlichen Dienst eingesetzt.
  • WordPress mit LMS-Plugin: Wenn Sie ohnehin eine WordPress-Website haben, machen Lern-Plugins daraus eine Kursplattform. Die Gratis-Version von MasterStudy LMS erlaubt unbegrenzt viele Kurse, acht Fragetypen und Zertifikate; der Import von SCORM-Paketen ist der Pro-Version vorbehalten. Auch LearnPress und Tutor LMS gibt es kostenlos im WordPress-Verzeichnis.
  • TalentLMS: eine der wenigen gehosteten Plattformen mit dauerhaftem Gratis-Plan, begrenzt auf 5 Nutzer und 10 Kurse. Der kleinste bezahlte Plan kostet 119 US-Dollar im Monat.

Beide Wege haben wir selbst gebaut. Unseren kostenlosen Online-Kurs „Die Kunst des Storytellings“ haben wir als SCORM-Paket exportiert und auf unserer Moodle-Plattform learntool.de veröffentlicht. Für die Lernplattform DigitalesWissen.com haben wir WordPress mit dem Plugin MasterStudy LMS kombiniert und die Kurse in Articulate Rise 360 gebaut. Bei DigitalesWissen.com steckte viel Arbeit nicht in der Technik, sondern in der Bedienbarkeit für die Zielgruppe, ältere Menschen: große Schaltflächen, gut lesbare Schriften, Untertitel in jedem Video, Transkripte zum Download und eine Oberfläche, die auf Tablet und Smartphone vollständig funktioniert.

Welche Plattform zu Ihnen passt, hängt von Nutzerzahl, Datenschutz und vorhandener Technik ab. Eine Einordnung finden Sie in unserem Beitrag zu den Vor- und Nachteilen gängiger Lernplattformen.

Was begrenzen die Gratis-Versionen?

  • SCORM und xAPI: Der Export für Lernplattformen ist bei vielen Tools die Funktion, die Geld kostet. Bei Genially beginnt er im Author-Plan, bei HeyGen im Business-Plan und bei Synthesia erst im Enterprise-Plan. Ohne SCORM kann Ihr LMS Fortschritt und Ergebnisse nicht erfassen. Wie das Format funktioniert, erklären wir im Beitrag SCORM: der E-Learning-Standard im Überblick.
  • Branding: Gratis-Pläne von Videotools setzen ihr Logo oder ein Wasserzeichen ins Video, so bei Synthesia und HeyGen.
  • Anzahl der Lernenden: Gehostete Plattformen rechnen nach Nutzern. Bei MoodleCloud deckt der kleinste Plan 50 Nutzer ab.
  • Zeit: Testphasen enden, bei Articulate 360 nach 14 Tagen und bei MoodleCloud nach 28 Tagen. Planen Sie so, dass der Kurs danach weiter bearbeitet werden kann.
  • Funktionen: iSpring Free bietet 3 Fragetypen, die Suite 14. Für einfache Wissenschecks reicht das, für Szenarien und Simulationen nicht.
  • Betrieb: Bei Open Source fallen keine Lizenzkosten an, dafür Server, Updates, Backups und Datenschutz. Diese Arbeit ist der eigentliche Preis einer kostenlosen Plattform.

Schritt für Schritt: So erstellen Sie Ihr erstes E-Learning kostenlos

  1. Ziel festlegen: Was sollen die Lernenden danach können? Ein Kurs mit einem klaren Ziel und 10 bis 20 Minuten Lernzeit ist ein guter Anfang. Wie Sie Bedarf und Lernziele bestimmen, zeigt unser Leitfaden zu Bedarfsanalyse, Lernzielen und Kursaufbau.
  2. Plattform wählen: Haben Sie schon ein LMS, etwa im Unternehmen? Dann brauchen Sie ein Tool mit SCORM-Export. Wenn nicht, entscheiden Sie zwischen Moodle oder ILIAS auf eigenem Server und einer WordPress-Lösung.
  3. Skript schreiben: Gliedern Sie den Stoff in kurze Lektionen mit je einer Aussage. Schreiben Sie Sprechertexte so, wie Sie sprechen würden. Als Ausgangspunkt können Sie unseren kostenlosen E-Learning-Skript-Generator nutzen: Er macht aus Thema, Zielgruppe und Umfang einen Entwurf, den Sie im Browser anpassen und anschließend überarbeiten.
  4. Autorentool wählen: H5P, wenn der Kurs in Moodle oder WordPress läuft; iSpring Free, wenn Sie in PowerPoint arbeiten und ein SCORM-Paket brauchen; eXeLearning, wenn Sie ein SCORM-Paket ohne PowerPoint bauen wollen.
  5. Medien produzieren: Bilder und Grafiken mit einem kostenlosen Designtool, kurze Bildschirmvideos mit der Open-Source-Software OBS Studio. Achten Sie auf die Nutzungsrechte jeder Datei.
  6. Interaktion einbauen: Nach jeder Lektion eine Frage, die das Gelernte anwendet, statt es nur abzufragen.
  7. Testen und veröffentlichen: Lassen Sie drei bis fünf Personen aus der Zielgruppe den Kurs durchspielen, auf Rechner und Smartphone. Prüfen Sie, ob das LMS Abschluss und Ergebnis richtig speichert.

Welche Kombination passt zu welcher Situation?

Ihre SituationKostenlose KombinationWorauf Sie achten sollten
Sie haben schon ein LMS im UnternehmeniSpring Free oder eXeLearning, Export als SCORM-PaketTesten Sie das Paket vor dem Rollout im LMS: Abschluss und Ergebnis müssen ankommen
Sie haben eine WordPress-WebsiteH5P- oder LMS-Plugin plus MasterStudy LMS, LearnPress oder Tutor LMSSCORM-Import ist bei MasterStudy LMS nur in der Pro-Version enthalten
Sie unterrichten an einer Hochschule oder SchuleMoodle oder ILIAS mit H5PKlären Sie Hosting und Datenschutz mit der IT, bevor Sie Inhalte bauen
Sie schulen höchstens 5 PersonenTalentLMS Free (5 Nutzer, 10 Kurse)Ab der sechsten Person ist der Plan bezahlpflichtig

Wann lohnt sich eine professionelle Produktion?

Mit freien Tools kommen Sie weit, solange der Kurs klein ist und Sie die Zeit dafür haben. Eine Agentur lohnt sich meist, wenn einer dieser Punkte zutrifft:

  • Der Kurs erreicht viele Menschen oder ist eine Pflichtschulung, bei der Abschlüsse nachweisbar sein müssen.
  • Sie brauchen Videos, Animationen oder Szenarien, die mit Vorlagen nicht überzeugen.
  • Der Kurs muss barrierefrei sein, in mehreren Sprachen erscheinen oder im Corporate Design Ihres Unternehmens.
  • Im Team fehlt die Zeit: Ein selbst gebauter Kurs kostet oft mehr Arbeitsstunden als erwartet.

Ein Beispiel aus unserer Arbeit: Für den Zoll haben wir einen Pflichtkurs mit neun animierten Videos im Graphic-Novel-Stil, Quizfragen und Zertifikat produziert, der rund 8.900 Beschäftigte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit erreicht. Mit Gratis-Tools wäre das kaum machbar gewesen. Typische Neukundenprojekte liegen bei uns zwischen 4.500 und 15.000 Euro; was ein professionell produzierter Kurs pro Stunde Lernzeit kostet, haben wir separat aufgeschlüsselt. Einen Überblick über Konzeption, Produktion und LMS-Integration finden Sie auf der Seite zu unserer Kursproduktion in Berlin.

Häufige Fragen zum kostenlosen Erstellen von E-Learning

Kann man ein E-Learning kostenlos selbst erstellen?

Ja. Mit H5P oder iSpring Free für die Inhalte und Moodle oder ILIAS als Plattform fallen keine Lizenzkosten an. Sie tragen aber die Arbeitszeit sowie Hosting, Updates und Datenschutz selbst.

Welche E-Learning-Software ist kostenlos?

Kostenlos nutzbar sind unter anderem H5P, eXeLearning, iSpring Free, Moodle und ILIAS. Genially, TalentLMS, Synthesia und HeyGen haben Gratis-Pläne mit Einschränkungen, Articulate 360 eine Testphase von 14 Tagen.

Kann ich kostenlos ein SCORM-Paket erstellen?

Ja, zum Beispiel mit iSpring Free aus PowerPoint heraus oder mit dem Open-Source-Tool eXeLearning. Bei Genially, Synthesia und HeyGen ist der SCORM-Export dagegen bezahlten Plänen vorbehalten.

Ist Moodle wirklich kostenlos?

Die Software ja: Moodle steht unter der GNU GPL und hat keine Lizenzgebühren. Kosten entstehen für Server und Betreuung. Die gehostete Variante MoodleCloud ist nach einer Testphase von 28 Tagen kostenpflichtig.

Wie erstelle ich eine E-Learning-Plattform kostenlos?

Installieren Sie Moodle oder ILIAS auf einem eigenen Server oder erweitern Sie eine bestehende WordPress-Website um ein LMS-Plugin mit Gratis-Version. Die Schritte oben helfen bei der Reihenfolge.

Quellen

  • H5P, Startseite (MIT-Lizenz, Plugins, H5P.com), geprüft 12.10.2026: https://h5p.org/
  • iSpring Free, Produktseite, geprüft 12.10.2026: https://www.ispringsolutions.com/ispring-free
  • eXeLearning, Startseite, geprüft 12.10.2026: https://exelearning.net/en/
  • TalentLMS, Preise, geprüft 12.10.2026: https://www.talentlms.com/prices
  • MasterStudy LMS im WordPress-Pluginverzeichnis, geprüft 12.10.2026: https://wordpress.org/plugins/masterstudy-lms-learning-management-system/; geprüft 05.10.2026: Gratis-Version mit unbegrenzt vielen Kursen, Quizzen mit acht Fragetypen und Zertifikaten, SCORM nur in Pro; LearnPress: https://wordpress.org/plugins/learnpress/; Tutor LMS: https://wordpress.org/plugins/tutor/
  • Genially, Pläne und Preise, geprüft 12.10.2026: https://genially.com/plans/
  • Articulate 360, Preise und Testphase, geprüft 12.10.2026: https://www.articulate.com/360/pricing/
  • Synthesia, Preise, geprüft 12.10.2026 und 05.10.2026: https://www.synthesia.io/pricing
  • HeyGen, Preise, geprüft 12.10.2026: https://www.heygen.com/pricing
  • Canva für Lehrkräfte, geprüft 12.10.2026: https://www.canva.com/education/teachers/
  • Moodle, Open Source und Lizenz, geprüft 12.10.2026: https://moodle.com/about/open-source/
  • MoodleCloud, Testphase und Pläne, geprüft 12.10.2026: https://www.moodlecloud.com/free-trial/
  • ILIAS, Startseite, geprüft 12.10.2026: https://www.ilias.de/
  • OBS Studio, Startseite („Free and open source software“), geprüft 12.10.2026: https://obsproject.com/
  • Eigene Seiten: /services/elearning/ (Skript-Generator, geprüft 12.10.2026: Konzept und erstes Modul sofort, weitere Module und Downloads nach E-Mail-Bestätigung), /portfolio/elearning-online-kurs-storytelling/, /neue-lernplattform-digitaleswissen-com/, /portfolio/e-learning-fuer-zoll-und-fks/, /was-kostet-elearning/

 

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